Ein Museum für alle…

von Frauke Schilling

…an dieser Baustelle arbeiten wir mit Hochdruck. Im Rahmen des Aktionsplans der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir jetzt die Gelegenheit unsere Dauerausstellung mit Elementen zu erweitern, die die Teilnahme aller Menschen an unserer Ausstellung möglich macht.

Nicht falsch verstehen: Unser Haus ist baulich barrierefrei – aber um die Teilhabe aller Menschen am musealen Erlebnis zu ermöglichen, braucht es mehr. Wir planen z. B. Stationen an denen Repliken sowie Originale zu ertasten sind und Relieffolien, die einige Fundplätze erklären. Neben Taststation gibt es aber auch etwas auf die Nase. Haben Sie schon einmal an einer Latrine gerochen? Die Stationen werden zusätzlich mit einem Audioguide für Blinde und Sehbehinderte und einem Leitsystem verbunden.

inklusion_blog_1Bitte berühren! Repliken, originale Funde und Schilder, die in unserer Dauerausstellung eingebaut werden.

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So nah – so fern | Tak blízcí – tak vzdálení

Das Projekt „So nah – so fern. Beziehungsgeschichte(n) zwischen Böhmen und Sachsen“ stellt sich vor … oder was Sie schon immer über die böhmisch-sächsische Geschichte wissen wollten, aber nie zu fragen trauten.

Projekt „Tak blízcí – tak vzdálení. Česko-saské dějiny v proměnách staletí” se představuje …aneb co všechno jste chtěli vědět o česko-saských dějinách, ale báli jste se zeptat

von Martin Musílek

Unlängst veröffentlichte die BILD die Nachricht, dass der kleine Fluss Kirnitzsch im Elbsandsteingebirge sein Flussbett verändert und sich dadurch die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen verschoben hat. Die Headlines „Wanderer findet 500 qm neues Deutschland“, „Deutsche Ostgrenze verschoben“ oder „Landgewinn geht auch ohne Panzer!“ bargen die banale Information, dass der genannte Fluss in seinem neuen Lauf wenige Meter seiner Strömung verkürzt hat. Dieses nicht unübliche Naturphänomen würde kein Aufsehen erregen, wenn nicht der genannte Fluss Teil der tschechisch-sächsischen Grenze wäre. Er mäandriert nicht mehr in seinem ursprünglichen Lauf auf deutscher Seite, sondern verläuft nun gerade, so dass er ein ca. 500 m² großes Stück neuen Gebietes am östlichen Zipfels Sachsens im Nationalpark Sächsische Schweiz umfließt.

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Die Kirnitzsch an der Neumannmühle / Řeka Křinice u Neumannova mlýna (Foto: CC Wikipedia LausitzerLeben).

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#GELDausstellung – Jederzeit Bargeldbereit

von Susanne Hahn

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Die Rationalisierung der

DDR-Geldwirtschaft: der Geldautomat des

VEB Wägetechnik Rapido Radebeul

 

Eigentlich stellte der VEB Wägetechnik Rapido in Radebeul vollautomatische Waffelbackanlagen her und gehörte bis 1989 zum DDR-Lebensmittelkombinat Nagema. Nachdem die Staatsbank der DDR 1983 das Kombinat robotron mit der Entwicklung eines mikroprozessorgesteuerten Geldausgabeautomaten beauftragt hatte, war Rapido bis 1989 auch Hersteller von etwa 500 Geldautomaten. 274 Automaten waren 1989 nachweislich in größeren Städten in Betrieb, an denen mit einer Geldkarte 20- und 50-Mark-Banknoten der DDR abgehoben werden konnten.

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#Geldausstellung – Tulpenzwiebeln und die erste Spekulationsblase

von Eric Mertens und Doreen Mölders

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Die farbenprächtigen Tulpen (Tulpia) waren im 16./17. Jahrhundert ein Luxus- und Spekulationsobjekt (© smac).

Wie ein schönes Pflänzchen die Niederländer in den „Wahn“ trieb

Während wir in unseren Büros, ob im smac oder im Landesamt für Archäologie in Dresden, Exponate zur Geschichte des Geldes recherchieren, Ausstellungstexte verfassen und an der Gestaltung der GELDausstellung arbeiten, spielt sich draußen vor der Tür und auch im Innenhof des Landesamtes für Archäologie in Dresden (LfA) ein sehr vergängliches, nur wenige Wochen dauerndes Naturereignis ab: Die Frühjahrsblüte. Neben Hyazinthen, Primeln und Löwenzahn ragen auch Tulpen majestätisch empor.

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