#VIETNAMKULTUR – Social Media Abend im smac

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Ab 31.03.2017 zeigen wir im smac die große Ausstellung „Schätze der Archäologie Vietnams“, die im LWL Museum für Archäologie Herne ein großer Publikumserfolg war. Unter dem Zeichen #Vietnamkultur laden wir Euch, liebe Twitterer, Blogger und Social Mediabegeisterte am 27.03.2017, 18 Uhr herzlich zu einem gemeinsamen Social Media Abend ein, bei dem wir nicht nur die Highlights der Ausstellung vorstellen, Eure Fragen beantworten und aus dem Nähkästchen plaudern, sondern anschließend in geselliger Runde bei vietnamesischen Snacks und Bier den Abend mit Euch ausklingen lassen.

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Schätze der Archäologie Vietnams – Die Geschichte der Ausstellung

von Sabine Wolfram

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Alles begann… Was nach dem Anfang eines Märchens klingt, bedeutete in der Tat sehr viel Arbeit und es vergingen von der Idee zur Ausstellung bis zur Eröffnung knapp 10 Jahre.

Einige Ausstellungen haben ihren Ursprung in einem Jubiläum, andere wiederum fußen auf dem Forschungsinteresse des Kurators/der Kuratorin oder auf Themen die gerade in der Gesellschaft aktuell sind, nur um einige Anlässe zu benennen. Die Sonderausstellung „Schätze der Archäologie Vietnams“ ist das Ergebnis einer Urlaubsreise. 2007 reiste Dr. Barbara Rüschoff-Thale, die damalige Leiterin des LWL-Museums für Archäologie Herne, nach Vietnam und verliebte sich in das Land. Schnell war der Entschluss gefasst, das reiche kulturelle Erbe Vietnams dem Publikum in Deutschland näher zu bringen. Da die Kosten für eine internationale Ausstellung die Millionen € Grenze überschreiten können, hieß es auf Partnersuche gehen. Der erste Partner war mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (REM) bald gefunden. Ende 2011 stieß das Landesamt für Archäologie Sachsen als Partner in Ostdeutschland dazu. Schätze der Archäologie Vietnams sollte die erste Sonderausstellung des damals noch nicht eröffneten smac werden. Die Eröffnung des smac war für 2013 geplant, es wurde Mai 2014.

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Political Correctness und der Prozess der Zivilisation

von Jens Beutmann

In seinem berühmten Werk „Über den Prozess der Zivilisation“ (1939) hat der Soziologe Norbert Elias gezeigt, wie die westliche Welt seit dem Mittelalter einen Prozess durchlaufen hat, der nicht nur die Sozial-, sondern damit auch die individuellen Persönlichkeitsstrukturen verändert hat. Zunehmende gesellschaftliche Zentralisierung und die immer stärkeren Abhängigkeiten in einer komplexer und arbeitsteiliger werdenden Gesellschaft erforderten neue Regeln des Zusammenlebens. Durch gegenseitige soziale Kontrolle und obrigkeitlichen Druck wurden diese Regeln allmählich durchgesetzt. Diese Veränderung bezeichnete Elias als „Zivilisationsprozess“ oder auch als „Zivilisierung“.

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Die Alltagswand im smac. Auf 45 Meter Länge sind wie in einem Warenregal (als Hommage an das Kaufhaus Schocken) über 1300 Objekte vom 8. bis zur Mitte des 19. Jhs. ausgestellt.              (© smac | Meike Kenn)

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Ein Museum für alle…

von Frauke Schilling

…an dieser Baustelle arbeiten wir mit Hochdruck. Im Rahmen des Aktionsplans der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir jetzt die Gelegenheit unsere Dauerausstellung mit Elementen zu erweitern, die die Teilnahme aller Menschen an unserer Ausstellung möglich macht.

Nicht falsch verstehen: Unser Haus ist baulich barrierefrei – aber um die Teilhabe aller Menschen am musealen Erlebnis zu ermöglichen, braucht es mehr. Wir planen z. B. Stationen an denen Repliken sowie Originale zu ertasten sind und Relieffolien, die einige Fundplätze erklären. Neben Taststation gibt es aber auch etwas auf die Nase. Haben Sie schon einmal an einer Latrine gerochen? Die Stationen werden zusätzlich mit einem Audioguide für Blinde und Sehbehinderte und einem Leitsystem verbunden.

inklusion_blog_1Bitte berühren! Repliken, originale Funde und Schilder, die in unserer Dauerausstellung eingebaut werden.

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So nah – so fern | Tak blízcí – tak vzdálení

Das Projekt „So nah – so fern. Beziehungsgeschichte(n) zwischen Böhmen und Sachsen“ stellt sich vor … oder was Sie schon immer über die böhmisch-sächsische Geschichte wissen wollten, aber nie zu fragen trauten.

Projekt „Tak blízcí – tak vzdálení. Česko-saské dějiny v proměnách staletí” se představuje …aneb co všechno jste chtěli vědět o česko-saských dějinách, ale báli jste se zeptat

von Martin Musílek

Unlängst veröffentlichte die BILD die Nachricht, dass der kleine Fluss Kirnitzsch im Elbsandsteingebirge sein Flussbett verändert und sich dadurch die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen verschoben hat. Die Headlines „Wanderer findet 500 qm neues Deutschland“, „Deutsche Ostgrenze verschoben“ oder „Landgewinn geht auch ohne Panzer!“ bargen die banale Information, dass der genannte Fluss in seinem neuen Lauf wenige Meter seiner Strömung verkürzt hat. Dieses nicht unübliche Naturphänomen würde kein Aufsehen erregen, wenn nicht der genannte Fluss Teil der tschechisch-sächsischen Grenze wäre. Er mäandriert nicht mehr in seinem ursprünglichen Lauf auf deutscher Seite, sondern verläuft nun gerade, so dass er ein ca. 500 m² großes Stück neuen Gebietes am östlichen Zipfels Sachsens im Nationalpark Sächsische Schweiz umfließt.

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Die Kirnitzsch an der Neumannmühle / Řeka Křinice u Neumannova mlýna (Foto: CC Wikipedia LausitzerLeben).

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