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Sachsen en miniature

Udo Kaiser_Modellbau_Stuttgart

Der Architekt Udo Kaiser steht vor seinem Lieblingsmodell, der Burganlage Oybin im Zittauer Gebirge. (© smac)

37 Modelle von Udo Kaiser zeigen den Besucherinnen und Besuchern das Ergebnis des Großen Landesausbaus in Sachsen. Die Modelle wurden von Wissenschaftlern des smac am Computer entworfen.

Der Freie Architekt aus Stuttgart hat die Computermodelle dann technisch nachbearbeitet. Die einzelnen Höhenschichten wurden mit CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control) aus Polystyrolplatten gefräst und anschließend übereinandergeschichtet. Die Gebäude, Mauern und Zäune sind aus Acryl gearbeitet. Die Modelle haben den einheitlichen Maßstab 1:500.

Vor einer Wand mit 600 Ortsnamen im heutigen Sachsen, die alle vor 1250 das erste Mal erwähnt wurden, können die Modelle von Burgen, Dörfern, Städten und Klöstern studiert werden. Dabei handelt es sich jeweils um idealtypische Rekonstruktionen, die die Situation im 13. oder 14. Jahrhundert darstellen. Die Bergstadt Freiberg, die Burg Scharfenberg, Kloster Altzella bei Meißen oder Baruth im Landkreis Bautzen stehen stellvertretend für viele Zeugnisse der Besiedlung Sachsens.

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2 Gedanken zu “Sachsen en miniature

  1. Sabine schreibt:

    Die Exponate sind sehr schön, leider fehlt jegliche Beschreibung der Modelle. Es ist wirklich schade, nicht zu erfahren, welche Orte überhaupt dargestellt wurden. Mit den Ortsnamen darüber haben die Modelle nix zu tun.
    Leider ziehen sich die fehlenden Bezeichnungen durch die gesamte Ausstellung. Es steckt viel Arbeit drin, alles bunt zu präsentieren. Man möchte aber eben auch wissen, was was ist. Ein Verweis auf den Audioguide ist nicht immer gut. Es gibt genug Situationen, in denen der Guide nicht nutzbar ist, u.a. wenn man mit kleinen Kindern im Museum ist.

    • Jens Beutmann schreibt:

      Die Beschriftung der Modelle ist schon im Druck und wird dann demnächst auch angebracht.
      Es gibt einen Grund, warum ich eigentlich darauf verzichten wollte: die Modelle stehen für Siedlungstypen, es geht nicht um den Einzelfall. Letztlich ist es praktisch unmöglich, das spätmittelalterliche Aussehen eines bestimmten Ortes genauer zu rekonstruieren – es bleibt immer ein gutes Stück Spekulation dabei. Dass die Ortsnamen so wichtig sind, habe ich nicht erwartet – die häufigen Fragen zeigen, dass ich da verkehrt lag. Ich wette aber darauf, dass Sie von vielen der Orte – heute manchmal winzige Dörfchen – noch nie gehört haben 😉
      Einen Tipp noch: Wenn ein Modell über einer Vitrine mit Funden steht, dann ist der jeweilige Fundort dargestellt (mit zwei Ausnahmen, weil wir dasselbe Modell nicht mehrfach zeigen wollten).

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