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(Ge)s(ch)mac(kvolles) zum Mitnehmen

Kaufhaus Schocken_klein

Unser Museumsshop „Kaufhaus Schocken“ – eine kleine Hommage an das ehemalige Kaufhaus Schocken Chemnitz. (© smac)

Den Besuch eines Museums verbinden wir gemeinhin mit dem Erwerb von Wissen. Abgesehen von der allgemeinen Bereitschaft zum Museumsgang müssen wir dafür nicht viel investieren, ein paar Euro und ein wenig Zeit. Im Gegenzug dazu kann man sich mindestens in Spielfilmlänge über Geschichte- und Kulturgeschichte, Natur, Kunst, Ethnologie oder Naturwissenschaft- und Technik informieren.

Anders als ein Kino- ist der Museumsbesuch kognitiv ausgesprochen komplex und anstrengend, auch wenn die modernen Museen immer häufiger das Versprechen nach mehr Unterhaltung bis hin zu Ausstellungen mit Eventcharakter einzulösen versuchen. Egal aber, ob nun nach einer klassischen Vitrinenausstellung oder nach einem Rundgang durch medial inszenierte Räume, die nebenbei auch Ausstellungsobjekte enthalten, die Lust auf Zerstreuung als Nachschlag ist allemal groß. Im Museum selbst helfen neben der Museumsgastronomie immer häufiger auch Museumsshops mit hauseigenem Angebot beim schnellen Stressabbau in Folge einer Bildungsüberdosis. Während die einen dann gern zu etwas Handfestem für den strapazierten Erinnerungsbeutel greifen und mit Coffee-Table-Books ein Stück Museum mit nach Hause nehmen, wählen andere aus dem Merchandise-Sortiment kleine give-aways, um Dritte am Spirit der erfahrenen Kultur, Kunst und Kreativität teilhaben zu lassen. Hierbei gibt die Exklusivität der Objekte des Museumsshops den Kaufimpuls, da diese Waren als Hausmarke mit Museumslogo im allgemeinen Handel nicht erhältlich sein dürften. Neben dem Bedürfnis des Schenkens kann mit corporate design-Souvenirs gleichzeitig die Neigung befriedigt werden, ein Interesse an Kultur zur Schau zu stellen, um kulturelles, d. h. symbolisches Kapital anzusammeln, um es mit den Worten von Pierre Bourdieu zu sagen. Wenn man so will, sind die Artikel eines Museumsshops vor allem Requisiten eines kreativ-kulturellen, trendbewussten Lebensstils, die auf der Bühne symbolhafter, prestigeträchtiger Handlungen zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus hat zuletzt Annika Hampel in ihrem lesenswerten Buch „Der Museumsshop als Schnittstelle von Konsum und Kultur“ noch auf die ‚therapeutische Wirkung‘ des Museumsshops hingewiesen. Nachdem wir uns nämlich beim Schlendern durch die Ausstellungsräume unentwegt in Konsumverzicht üben müssen, wird das Konsumieren im  Shop zum Ventil für die aufgestaute Kauflust. Kommt also  hereinspaziert, schmückt Euch und andere mit unseren ‚smac-Kunstwerken für den Alltag‘ und spart Euch damit gleichzeitig den nächsten Termin beim Therapeuten. Und mal ehrlich, wer umgibt sich nicht gern mit schönen, (ge)s(ch)mac(vollen) Dingen?!

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3 Gedanken zu “(Ge)s(ch)mac(kvolles) zum Mitnehmen

  1. Dr. Manfred Hein schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bitte um Nachricht, sobald die Bücher aus dem Schocken-Verlag zum Verkauf stehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Manfred Hein

    • Doreen Mölders schreibt:

      Sehr geehrter Herr Hein,

      die Bücher aus dem Schocken-Verlag werden wir in voraussichtlich in den nächsten drei Monaten erhalten. Wir werden Ihnen Bescheid geben, sobald die Lieferung bei uns eingetroffen ist. Mit freundlichen Grüßen Doreen Mölders

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