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Wissenschaft & Kunst

ZAZA

Die Künstlerin ZAZA hat unsere archäologischen Erkenntnisse illustriert., z. B. die sächsische Landschaft in den Eis- und Warmzeiten.

Die 45 Meter langen Landschaftspanoramen in der 1. und 2. Ausstellungsebene des smac gehören zu den längsten Grafikdrucken in Deutschland. Sie illustrieren den Übergang von der letzten Eiszeit in die heutige Warmzeit einerseits und den Wandel der Landschaft durch die bäuerlichen Kulturen der Vorgeschichte andererseits. Durch wissenschaftliche Expertise und künstlerisch-kreative Gestaltung sind Bilder mit Sogwirkung entstanden, die Geschichte(n) erzählen und gleichzeitig Spielraum für die jeweils eigenen Vorstellungen lassen. Wir haben die Künstlerin ZAZA Uta Röttgers nach den Herausforderungen und der Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst gefragt…

1. Liebe Uta, stell Dich doch bitte kurz vor. Was ist Dein Markenzeichen?

Ich bin Uta Röttgers und arbeite unter dem Namen ZAZA frei als Künstlerin, Illustratorin, Comiczeichnerin, und Videodesignerin. Mein Markenzeichen: Meinen Arbeiten liegt ein schneller, manchmal skizzenhafter Strich zu Grunde.

2. Als Illustratorin solltest Du unsere Ideen und Konzepte von längst vergangenen Zeiten, Räumen und Gesellschaften in Bilder übersetzen? War diese Form des Arbeitsprozesses eine Herausforderung für Dich?

Und ob! Insgesamt war es eine spannende Herausforderung. Da uns ja keine Darstellungen der damaligen Lebenssituationen vorliegen, musste ich mit den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums aus vorhandenen Anhaltspunkten und mit Hilfe von Phantasie die Motive konstruieren, zum Beispiel auf welche Weise die Insignien wie Schmuck und Schwerthalter zu tragen waren.

3. Du hast für das smac Illustrationen verschiedener Größen erstellt. Einige davon sind nur wenige cm groß, andere wiederum sind mit 45 Metern Länge und 2,50 Metern Höhe gigantisch. Hast Du bereits vorher in diesen Dimensionen gearbeitet?

Meine bisherigen Formate haben nie eine Größe von 40 Metern erreicht. Einmal hatte ich eine ca. 8 Meter große Bilderwand im Völkerkundemuseum Hamburg im Rahmen einer argentinischen Ausstellung erarbeitet. Zwei Panoramen aber in solch einer beträchtlichen Länge, wie im SMAC anzufertigen, war für mich neu.

 4. Wo liegt Deiner Meinung nach der erzählerische Unterschied zwischen einem Bild, einer Illustration und einem Text?

Im herkömmlichen Sinne ist eine Illustration eine in grafischer Form umgesetzte Erläuterung eines Textes, eine Veranschaulichung. Ein Bild hingegen muss nicht unbedingt etwas erzählen, kann dies aber natürlich. Mehr jedoch spielt sich da bei den Betrachter_innen etwas unterschwellig ab. Auf den 1. Blick kommt eine Assoziationsmaschinerie in Gang und die Interpretationsfreiheit ist gegeben. Beim Text jedoch liegt es den Leser_innen frei, dem Gelesenen eine Form vorm inneren Auge zu bilden. Eine gute Verbindung aus dem Ganzen findet man im Comic vor, die übrigens eine meiner Spezialitäten ist. Vor kurzem ist meine Debut-Graphic Novel bei Carlsen erschienen, eine Kollaboration mit dem bekannten Journalisten Alexander Bühler.

5. Verrätst Du uns Dein nächstes Projekt?

Mein nächstes Projekt… Ich bin gerade dabei, im Juli eine Ausstellung mit meinen freien Arbeiten vorzubereiten. Zeitgleich fange ich eine neue Graphic Novel an. Am 21. Und 22. Juni bin ich auf dem Comicsalon Erlangen eingeladen, und werde dort mein aktuelles Graphic Novel „Emilio Tasso – eine Abenteuergeschichte“ signieren!

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