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Erste Sonderausstellung im smac: SALZ BERG WERK – Schatzkammer der Alpen

4 OG

Noch befindet sich das 4. Obergeschoss in einem Dornröschenschlaf. Ab dem 3. Juli 2015 bis zum 3. Januar 2016 zeigen wir hier die erste Sonderausstellung im smac.

Auf knapp 1000 qm präsentiert die Wanderausstellung „Salz – Reich“ Hallstatt als „Wiege der Europäischen Industrialisierung“.

Sie ist eine Kooperation des Naturhistorischen Museums Wien mit der Firma Museumspartner. Ihre Premiere erlebte die Ausstellung im Archäologischen Museum in Alicante unter dem Titel „El Reino de la Sal“. Derzeit ist sie im Westfälischen Museum in Herne als „Das weiße Gold“ zu sehen.

Die Ausstellung vermittelt dem Besucher die Einmaligkeit des archäologischen Erbes in Hallstatt. Die Funde aus dem eisenzeitlichen Gräberfeld im Hallstätter Hochtal waren ausschlaggebend für die Benennung einer ganzen Epoche – die Hallstattzeit. Schon in der Jungsteinzeit wurde Salz gewonnen. Um 1500 v. Chr. waren die Bronzezeitler schon versiert im Salzbergbau. Der Salzabbau in großem Stil begann in der frühen Eisenzeit um das Jahr 850 v. Chr.

Männer, Frauen und Kinder arbeiteten bei härtesten Bedingungen unter Tage. Die Lebenserwartung betrug nur rund 35 Jahre. Salz war damals kostbarer als Gold. Es diente aber weniger als Würze sondern als Konservierungsmittel. Die Hallstätter hatten quasi ein Salzmonopol in weiten Teilen Mitteleuropas. Handelspartner kamen u.a. aus Frankreich, Italien und Ungarn. Wie den Grabbeigaben im Hallstätter Hochtal zu entnehmen ist, häuften die geschäftstüchtigen und reisefreudigen Salzhändler enorme Reichtümer an, darunter Elfenbein aus Nordafrika, Bernstein von der Ostsee und frühes Glas und auch Gold. 1500 Grabstellen sind bislang ausgewertet. Auch im Bergwerk hat das Salz viele archäologische Funde konserviert. Textilien (Fellmützen, Tragesäcke, Lederkappen) und organische Bestandteile haben die Jahrtausende nahezu unversehrt überstanden. Auf dem Speiseplan standen Fleisch und Milchprodukte, aber auch Sammelobst, Gerste, Hirse, Saubohnen und Linsen. Als Toilettenpapier dienten Pestwurzblätter.

Freuen Sie sich schon jetzt auf etwa 250 ausgewählte Exponate. Sechs begehbare Salzblöcke widmen sich einzelnen Themenkreisen. Animationsfilme vermitteln Vorstellungen vom Alltagsleben der keltischen Salzbergleute. Die Ausstellungsmacher versuchen auch, Gerüche aus der Bronzezeit zu rekonstruieren. Lassen Sie sich mit allen Sinnen überraschen.

 

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