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Schatzkammer Staatsarchiv

Zürner Karte Amt Pretzsch um 1725

Die Karte des Amtes Pretzsch (Detail) von Adam Friedrich Zürner stammt aus der Zeit um 1725. Ausschmückungen auf der Karte zeigen landestypische Szenen wie die Jagd und den Ackerbau. © smac

Die „Schatzkammer Staatsarchiv“ in der archäologischen Dauerausstellung widmet sich der Bedeutung der schriftlichen Quellen vom ausgehenden Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit dem Sächsischen Staatsarchiv in Dresden werden im turnusmäßigen Wechsel Urkunden, Berichte, Rechnungsbücher und andere Dokumente präsentiert.

Die Besucherinnen und Besucher erfahren, dass die Obrigkeit immer mehr Wissen über Land und Leute in Erfahrung bringt und auch speichert und gleichzeitig die Verwaltung effektiver und rationeller wird. Die sogenannten Amtserbbücher entstanden Mitte des 16. Jahrhunderts auf Befehl von Kurfürst Moritz. Sie stellen eine Bestandsaufnahme und auch Sicherung aller Rechte und Einkommen in einem Amt dar. Mehr als 50 Bände umfassen diese Amtserbbücher.

In der Folge ist auch die Erste Kursächsische Landesaufnahme zu sehen, die 1586 vom Markscheider Matthias Oeder begonnen und bis 1633 von seinem Neffen Balthasar Zimmermann fortgeführt wurde. Es ist das erste und für seine Zeit umfangreichste Kartenwerk in Deutschland, das trotz seiner teils skizzenhaften Darstellung alles bis dahin Bekannte übertraf.

Neben dem Ur-Oeder werden im Wechsel auch Karten von Adam Friedrich Zürner ausgestellt. 1679 in Marieney im Vogtland geboren, besuchte er die Lateinschule in Oelsnitz, das Gymnasium in Hof und die Lateinschule in Plauen. In Großenhain arbeitet er zuerst als Pfarrer. Das Lebenswerk des späteren kurfürstlich-königlichen Geographen, Land- und Grenzkommissars aber war die Landvermessung und die Durchsetzung des Postmeilensystems im Kurfürstentum Sachsen unter Kurfürst August, der ihn 1713 mit der kartographischen Aufnahme des Kurfürstentums und der Herstellung einer verbesserten Postkarte beauftragte.

Etliche seiner Landkarten wurden nach seinem Tod 1742 ohne seine Namensnennung veröffentlicht. Im Staatsarchiv Dresden sind etwa 900 Handzeichnungen von Zürner überliefert.

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