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smactikum : Selena Feig

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Foto © smac | Annelie Blasko

Unsere Kollegen im LWL Museum für Archäologie in Herne haben eine schöne Tradition; dort werden Praktikanten gebeten, zu einem Stück aus der Ausstellung einen Gastbeitrag im Blog zu verfassen. Weil wir das für eine tolle Sache halten, wollen wir auch unsere Praktikanten dazu einladen, ihren Blick auf das smac zu schärfen und fragen neben dem Lieblingsstück auch nach dem Lieblingsort im Museum. Den Anfang macht: Selena.

Mein Name ist Selena Feig. Ich bin 13 Jahre alt, gehe in die 8.Klasse und mache hier im smac gerade mein zweiwöchiges Praktikum. Inzwischen kenne ich mich hier schon ganz gut aus. Besonders in der Dauerausstellung weiß ich, was mich anspricht, da ich das Museum schon oft privat besucht habe.

Mein Lieblingsort

Mein Lieblingsort ist in der ersten Etage bei den Schädeln der verschiedenen Menschenarten, die sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt  und dementsprechend auch verändert haben.

Der Ort hat etwas Mystisches an sich. Es gibt vier Schädel, die überwiegend im Vordergrund stehen und in zwei Reihen aufgebaut sind. Die erste Reihe besteht aus dem Schädel eines Homo Neanderthalensis. Neben diesem Schädel werden aus einem Lautsprecher Fakten genannt zu der virtuellen Rekonstruktion des Schädels eines Steimheimer Menschen, die auf einem Bildschirm erscheint. Die zweite Reihe besteht aus drei weiteren Schädeln. Alle vier Schädel dieser zwei Reihen sind auf Stangen gesteckt, die jeweils auf einer quadermäßigen Vitrine senkrecht befestigt sind. Im Hintergrund ist eine Vitrine mit vielen verschiedenen Schädeln, die alle aus verschiedenen Zeiten und Gattungen stammen.

Ich finde es sehr spannend, unsere Vorfahren optisch zu vergleichen. Wenn ich einen Schädel betrachte, versuche ich mir vorzustellen, wie vor tausenden Jahren, als der Schädel noch in einem lebendigen Körper steckte, dieser Körper ausgesehen hat und was dieser Mensch dachte. Aber wahrscheinlich hatte er keine Ahnung, dass er viele Jahre nach seinem Tod in einem Archäologiemuseum ausgestellt werden würde und sich andere Leute Gedanken um ihn machen.

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Foto © smac | Annelie Blasko

Mein Lieblingsstück

Ich stehe hier vor einer Vitrine mit einer rätselhaften großen schwarzen Kugel, einer kleinen Kugel, sechs Würfeln, einer Steinscheibe mit eingeritztem Stern, zwei Menschenfiguren, drei Tierfiguren und zwei kleinen Krügen, wobei einer einer Blumenvase ähnelt. Diese Vitrine hat mich besonders beeindruckt, weil ich vermute, dass Kinder damit früher gespielt haben. Vielleicht haben sich die Kinder für die große Kugel verschiedene Spiele ausgedacht, die vielleicht sogar Ballspielen ähneln, die wir heute kennen. Das Gleiche gilt für die Würfel. Und so wie kleinere Kinder heute mit verschiedenen kleinen Figuren spielen, haben vielleicht auch damals schon Kinder mit den Figuren aus Keramik gespielt.

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Foto © smac | Annelie Blasko

Selena hat sich eine kleine Teilvitrine unserer Alltagswand ausgesucht, in der Spielzeug von unterschiedlichen Fundorten gezeigt wird. Die Würfel sind aus Knochen oder Holz gefertigt und werden in das Hoch- bzw. Spätmittelalter gerechnet. Die beiden ältesten Würfel zum Beispiel werden auf 1170 bis 1400 datiert und wurden bei Grabungen in der Dresdner Altstadt gefunden.

Daneben finden sich eine Murmel aus Keramik (1300-1400), zwei Töpfe oder Krüge (1170/1200-1400), die vermutlich als Puppengeschirr zum Spielen verwendet wurden, ein Spielstein aus Knochen mit eingeritztem Pentagramm (1170-1450)  eine große Holzkugel (1200-1400), letztere gefunden in Chemnitz, wo sich heute der Kaufhof befindet. Außerdem noch mehrere kleine Tierfiguren und eine kleine Figurine aus Keramik. Außerdem noch mehrere kleine Tierfiguren und eine Kleinplastik aus Keramik, gefunden in Dresden.

Alltagswand Wuerfel (c) smac Foto Annelie Blasko

Foto © smac | Annelie Blasko

Alltagswand_Puppengeschirr (c) smac Foto Annelie Blasko

Foto © smac | Annelie Blasko Alltagswand_Figurinen(c)-smac-Foto-Annelie-Blasko

Foto © smac | Annelie Blasko Alltagswand_Tierfigurinen (c) smac Foto Annelie Blasko
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