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Erinnerungsstücke – Runde 2

Das Projekt Erinnerungsstücke begleitet die Sonderausstellung Tod & Ritual und zeigt die großen und kleinen Dinge, die uns an verstorbene liebe Menschen erinnern. Mehr Informationen und eine herzliche Einladung ein Teil des Projektes zu werden, gibt es hier.

Nachdem wir von Dezember 2017 bis Februar 2018 die 15 Erinnerungsstücke der 1. Runde vorgestellt haben, zeigen wir nun die Stücke, die uns die Klasse 5b aus der Oberschule Lichtenau mitgebracht hat. Das Besondere an der 2. Runde Erinnerungsstücke? Alle Exponattexte stammen von den Schülern selbst; so sind alle von ihnen zu kleinen Co-Kuratoren geworden. Hier kommen ihre Erinnerungsstücke:

017_Frauenkirchenstein

Stein der Dresdner Frauenkirche | © smac, Annelie Blasko

Dieser Stein der alten Dresdner Frauenkirche ist mindestens 275 Jahre alt. Er konnte beim Wiederaufbau nicht verwendet werden und so nutzte ein Künstler den Stein für sein Werk. Mein Vati nahm diesen und noch weitere Steine. So ist er stolzer Besitzer und wir erinnern uns immer an die schöne alte Dresdner Frauenkirche.

Anna Constantia Dau


 

021_Taschenuhr

Taschenuhr | © smac, Annelie Blask

Die Uhr ist von meinem Urgroßvater. Urgroßvati Gerhard Tschirpe war Uhrmacher in Stollberg. Die Taschenuhr stammt aus seinem Geschäft. Als Uhrmacher hat er bis 1965 gearbeitet, das heißt, die Taschenuhr ist über 50 Jahre alt und schon immer im Besitz unserer Familie. Sie erinnert mich an meinen verstorbenen Urgroßvater.

Nele Höppner


 

027_Bartschneidemaschine

Bartschneidemaschine | © smac, Annelie Blasko

Die Bartschneidemaschine gehörte meinem Uropa. Er lebte von 1930 bis 2005. Die Maschine wurde von der Firma Norma hergestellt und bis in die 60er Jahre produziert. Mein Uropa konnte sich damit den Bart schneiden und auch die Zusatzgeräte benutzen. Dazu haben wir noch zwei Kämme und Austauschklingen. Heute ist die Bartschneidemaschine ein Erinnerungsstück bei uns zuhause.

Jonas Franik


 

029_Touristenkarte_DDR

Touristenkarte | © smac, Annelie Blasko

Die Landkarte wurde in der DDR hergestellt und der damalige Preis betrug 3,00 Ostmark. Diese Karte stammt von meinem Opa, der gern und viel unterwegs war. Sie ist etwa 47 Jahre alt. Mein Opa ist immer sehr gern wandern gegangen und weil ich auch gern draußen bin, hat er mir diese Karte geschenkt. Jetzt kann ich damit die Gegend erkunden.

Philipp Kuschel


 

031_versteinerterWald

versteinertes Baumstück | © smac, Annelie Blasko

Dieses versteinerte Stückchen eines Baumes ist bei einem Vulkanausbruch vor ca. 290 Millionen
Jahren in Chemnitz entstanden. Der Baum wurde unter Lava und Asche zu Boden gedrückt und als die Lava weg war, ist der Baum abgekühlt und war versteinert. Diese Stücke vom Baum kann man heute noch im Tietz in Chemnitz sehen. Der Stein erinnert mich an einen Wandertag. Ich fand ihn bei einem Spaziergang mit meinem Opa im Zeisigwald.

Lennart Mette


 

035_Wismutkristall

Wismutkristall | © smac, Annelie Blasko

Es ist ein Wismutkristall aus dem 19. Jahrhundert. Ich habe dieses Fundstück von meiner Schwester bekommen und sie hat es von ihrer Großcousine. Es steht bei mir als Dekoration im Zimmer in meiner Steinsammlung.

Hagen Stumvoll


 

036_Lesebuch

Lesebuch | © smac, Annelie Blasko

Mein Fundstück heißt “Vaterländisches Lesebuch, 7. und 8. Schuljahr”, Ausgabe A in 4 Teilen. Das Buch ist schon über 100 Jahre alt, wurde 1911 von Karl Lange herausgegeben. Schon wegen des Alters ist es ein sehr besonderes Buch und wurde in unserer Familie von Generation zu Generation weitergegeben. Es zeigt mir, welche Geschichten und Sagen meine Urgroßeltern damals lesen und lernen mussten, die heute schon lange in Vergessenheit geraten sind. Es ist eine Reise in längst vergangene Zeiten in insgesamt 193 Kapiteln.

Eleonore Fritzsche


 

018_Siegel

Siegel | © smac, Annelie Blasko

Mein historisches Fundstück ist das Siegel von meinem Uropa. Es ist über 80 Jahre alt und erinnert mich an ihn. Es wurde über drei Generationen in unserer Familie weitergegeben und
hat jetzt einen Platz in meinem Zimmer.

Nike Anij Gast


 

020_Feuerwehrbeiltasche

Feuerwehrbeiltasche | © smac, Annelie Blasko

Die Feuerwehrbeiltasche habe ich von meinem Opa bekommen. Sie ist von etwa 1890 bis 1910 bei der Freiwilligen Feuerwehr Claußnitz in Benutzung gewesen. Man hat sie bei Übungen und natürlich auch in Einsätzen genutzt. Die Feuerwehrbeiltasche hat einen ledernen Hakengurt und wurde am Koppel befestigt. Sie diente zum Schutz des Feuerwehrmannes vor Verletzungen. Die Tasche ist von Beginn an im Besitz unserer Familie und erinnert mich an meinen Opa.

Elinor Haase


 

022_Kleinbildkamera

Kleinbildkamera | © smac, Annelie Blasko

Diese Kleinbildkamera ist ein Fundstück, das mein Papa beim Räumen im Keller gefunden hat. Sie gehörte unserem Urgroßvater, der jetzt schon länger tot ist. Sie erinnert uns daran, wie man früher Fotos machte.

Gesine Kirchner


 

028_Orden

Orden | © smac, Annelie Blasko

Mein Erinnerungsstück ist ein Orden von ca. 1970 von der Pioniereisenbahn in Karl-Marx-Stadt. Mein Vater hat ihn über viele Jahre heimlich aufbewahrt. Immer wenn ich den Orden ansehe, muss ich daran denken, dass mein Papa bei der heutigen Parkbahn war. Jetzt hat der Orden einen Platz in meinem Zimmer bekommen.

John-Benjamin Hösel


 

032_Fotoapparat-Lerto-SL

Fotoapparat | © smac, Annelie Blasko

Der Fotoapparat stammt aus der Zeit der DDR und erinnert mich an meinen Großvater. Mit diesem Fotoapparat hat er hunderte Bilder gemacht und ich staune immer, wie diese Bilder
aussahen und wie kompliziert sie gemacht wurden. Nebenbei hat mein Opa noch  Modelleisenbahnen gesammelt und die im Bild festgehalten. Wir haben so viele Teile, dass gar nicht alle in mein Zimmer passen.

Kevin Planitzer


 

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3 Gedanken zu “Erinnerungsstücke – Runde 2

  1. Julius schreibt:

    Das ist ein schönes Stück Geschichte. Ich versuche immer, mich in die Menschen hinein zu versetzen und zu verstehen, wie sie früher gelebt haben. Heute machst Du Fotos mit dem Smartphone. Das ist schon krass, wie sich das Leben verändert hat.

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