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SACHSEN BÖHMEN 7000 – Dinge mit Geschichten #2

Endlose Verkettung

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Ein Stück der originalen Kette | Foto © smac,  Dirk Hanus

Die im 19. Jahrhundert entwickelte Dampfschifffahrt auf der Elbe verbindet Sachsen und Böhmen auf besondere Weise. Touristisch, aber auch wirtschaftlich ist die Elbe die wichtigste Verbindung der beiden Regionen. Nachdem für die schwer beladenen Lastschiffe die Dampfmaschinen nun aber nicht mehr leistungsstark genug waren, kam die Kettenschifffahrt auf der Elbe zum Einsatz. In der Elbe wurde eine eiserne Kette verlegt, an der sich die Schiffe gegen die Strömung entlang ziehen konnten. Dabei wird die Kette am Bug des Schiffes aus dem Wasser gehoben, läuft dann über das Deck, dort durch die von der Dampfmaschine angetriebenen Zahntrommeln und am Heck wieder ins Wasser. Alle 500 bis 1.000 Meter ist ein Schloss in der Kette vorhanden, welches bei Schiffbegegnungen geöffnet werden muss, um ein entgegenläufiges Passieren zu ermöglichen. 1871 reichte die Kette von Magdeburg bereits bis an die böhmische Grenze, wenige Jahre war sie auch stromab bis Hamburg verlängert. Ab 1871 war außerdem der böhmische Abschnitt der Elbe bis nach Aussig angeschlossen. 1885 hatte die Kette eine Gesamtlänge von rund 750 km. Der Plan, die Kette bis nach Prag zu verlängern, wurde nicht mehr realisiert. Wir zeigen ein Stück der originalen Kette (aus dem Verkehrsmuseum Dresden) noch bis zum 31.03.2019 in der Sonderausstellung SACHSEN BÖHMEN 7000 im smac.

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