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SACHSEN BÖHMEN 7000 – Dinge mit Geschichten #3

Zerbrechliches

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Verschiedene Gläser und Becher aus der Ausstellung | Foto © smac, Dirk Hanus

Mit der Aufsiedlung des sächsisch-böhmischen Erzgebirges ab dem 13. Jahrhundert geht auch die Herausbildung neuer Wirtschaftszweige einher. Dank der zahlreich vorhandenen Rohstoffe Holz und Quarzsand ist das Potential auch für die Glasherstellung gegeben. Erste Glasmacher siedeln sich entweder auf Geheiß des böhmischen Königs oder einzelner Adliger im Erzgebirge an. Im südlichen Erzgebirge werden die Glashütten bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts wieder aufgegeben. Im nördlichen Erzgebirge bestehen die Hütten teilweise bis ins 18. Jahrhundert.
Glasprodukte sind anfangs Luxusartikel. Ab dem 15. Jahrhundert sind sie unverzichtbarer Bestandteil vor allem städtischer Haushaltsausstattung. Bis heute hat das Böhmische Glas seinen Glanz nicht verloren. Dank der neuen Reisefreiheit seit den 1970er Jahren haben viele Glasschalen und -vasen Einzug in sächsische Wohnzimmer gefunden. „So was gab es ja damals bei uns nicht“, ist ein oft gehörtes Zitat von privaten Leihgeberinnen und Leihgebern, die einem Aufruf folgend Erinnerungen an Reisen in die ehemaligen ČSSR im smac abgegeben haben. Selbst heute findet man in Prags Touristen-hot-spots Böhmisches Glas, das zum Kauf angeboten wird.
Hier zu sehen sind von links nach rechts: a)”Hochbecher mit Warzen” | Ústí nad Labem, 14./15. Jh. (l.) b) Böhmisches Keulenglas | Most, 14.Jh. c) Kugeliger Becher mit Perlnuppen | Most d) Stangenglas sog. Böhmischer Typ| 14.Jh., Most. Wir zeigen sie noch bis zum 31.03.2019 in der Sonderausstellung SACHSEN BÖHMEN 7000 im smac.

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