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SACHSEN BÖHMEN 7000 – Dinge mit Geschichten #5

Kunstblumen – aus Böhmen nach Sachsen

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Foto: © smac | Dirk Hanus

Die Wiege der später weit verbreiteten nordböhmischen und sächsischen Kunstblumenmacherei war die dicht bevölkerte Ortschaft Nixdorf. Die dortige Bevölkerung hatte sich schon seit jeher nach einem alternativen Broterwerb umsehen müssen. Das örtliche Blumenmacherhandwerk fand erstmalig im Katalog der 1829 in Prag abgehaltenen Gewerbeausstellung Erwähnung. Die Vorliebe der Biedermeierzeit für Blumen ermöglichte eine Ausweitung der neuen Branche auf weitere umliegende Ortschaften. Nachfrage nach Kunstblumen bestand insbesondere in den größeren sächsischen Städten, aber auch auf dem Lausitzer Land, wo Blumenimitationen traditionell als Zierrat für Volkstrachten verwendet wurden. Das Bürgertum schmückte seine Wohnzimmer mit hinter Glas geschützten Blumensträußen; Kunstblumen zierten vielfach die Kleider, vor allem aber die Hüte der Damen.
Noch bis 31. März 2019 sind die Blumen in der Sonderausstellung SACHSEN BÖHMEN 7000 im smac zu sehen.

Text: Jan Němec [Auszug]

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