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Von zierlichem Glas

Kuratorinnen und ihre Lieblingsobjekte der aktuellen Sonderausstellung LEBEN AM TOTEN MEER.

Jenny mit ihrem Lieblingsobjekt (rechts in der Vitrine) | © smac, Annelie Blasko

Inmitten der Gebrauchskeramik, die in den Parfümwerkstätten auf dem Tel Goren in der Oase von En-Gedi gefunden wurde, sticht das zierliche und leuchtende Glasfläschchen hervor. Es wurde aus geschmolzenen Glasfäden hergestellt, die um einen Kern herum gewickelt und dann zurechtgeformt wurden. Es handelt sich um einen sogenannten Aryballos, ein typisches Parfümgefäß, das wahrscheinlich um die Mitte des 1. Jht. v. Chr. in einer phönizischen Werkstatt an der südlichen Levanteküste hergestellt wurde.

Die Phönizier spielten eine wichtige Rolle im mittelmeerweiten Parfümhandel und es ist gut vorstellbar, dass sie auch am Toten Meer aktiv waren und das berühmte Balsamöl in ansprechende Aufbewahrungs- und Transportgefäße umfüllten.

7. – 4. Jh. v. Chr. | Leihgeber und ©: Israel Antiquities Authority

Das Parfümfläschchen ist nicht nur schön und technisch staunenswert; mich fasziniert vor allem, wie viel es über die Wirtschafts- und Kulturgeschichte am Toten Meer zu erzählen vermag.

Jennifer Wilde
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2 Gedanken zu „Von zierlichem Glas

  1. Hans Hankel sagt:
    Avatar

    shalom Allerseits, konnte leider bisher nicht nach Chemnitz und in die Ausstellung kommen um die Objekte aus Ein Gedi zu sehen ! ?!?!?!
    War seit 1997 Mitglied , als Volontär, in den Ausgrabungen dort mit Yizhar Hirschfeld und seit 2003 mit Gideon Hadas , regelmässig bis letztes Jahr . Sehr speziell und auf/anregend waren die zwei Jahre auf der sogenannten Essene site !!
    Wie kann ich Ihren Katalog bekommen ?
    beste Grüsse Hans Hankel

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