Ein Museum für alle…

von Frauke Schilling

…an dieser Baustelle arbeiten wir mit Hochdruck. Im Rahmen des Aktionsplans der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir jetzt die Gelegenheit unsere Dauerausstellung mit Elementen zu erweitern, die die Teilnahme aller Menschen an unserer Ausstellung möglich macht.

Nicht falsch verstehen: Unser Haus ist baulich barrierefrei – aber um die Teilhabe aller Menschen am musealen Erlebnis zu ermöglichen, braucht es mehr. Wir planen z. B. Stationen an denen Repliken sowie Originale zu ertasten sind und Relieffolien, die einige Fundplätze erklären. Neben Taststation gibt es aber auch etwas auf die Nase. Haben Sie schon einmal an einer Latrine gerochen? Die Stationen werden zusätzlich mit einem Audioguide für Blinde und Sehbehinderte und einem Leitsystem verbunden.

inklusion_blog_1Bitte berühren! Repliken, originale Funde und Schilder, die in unserer Dauerausstellung eingebaut werden.

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Dinge mit Geschichte(n) #4 – Die Ofenkachel mit dem schlafenden Ritter

von Lisa-Maria Rösch

Schlafender Ritter

Diese Ofenkachel aus der frühen Neuzeit wurde in der Leipziger Innenstadt gefunden und ist heute in der Alltagswand des smac zu sehen. Sie zeigt einen Ritter, der sich in voller Rüstung ins Gras gesetzt hat und sich eine Ruhepause gönnt. (© LfA)

 

Das Motiv der Kachel rückt ein ganz zentrales Thema in den Mittelpunkt: das Schlafen. Wann wurde wie und auf was geschlafen und inwieweit unterscheidet sich das zu unseren Schlafgewohnheiten heute? Auf diese und andere Fragen wollen wir heute, am Weltschlaftag, eingehen und dazu einen kurzen Blick in die Vorgeschichte werfen.

 

„Und, wie hast du heute geschlafen?“

 

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Schatzkammer Staatsarchiv

Zürner Karte Amt Pretzsch um 1725

Die Karte des Amtes Pretzsch (Detail) von Adam Friedrich Zürner stammt aus der Zeit um 1725. Ausschmückungen auf der Karte zeigen landestypische Szenen wie die Jagd und den Ackerbau. © smac

Die „Schatzkammer Staatsarchiv“ in der archäologischen Dauerausstellung widmet sich der Bedeutung der schriftlichen Quellen vom ausgehenden Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit dem Sächsischen Staatsarchiv in Dresden werden im turnusmäßigen Wechsel Urkunden, Berichte, Rechnungsbücher und andere Dokumente präsentiert.

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Erich Mendelsohn: „Bauen ist Glückseligkeit“

Erkerausstellung Erich Mendelsohn. Foto: Michael JungblutEntlang der gewölbten Fensterfront reihen sich im 1. Obergeschoss des smac 17 Modelle der wichtigsten Gebäude Erich Mendelssohns aneinander. Im Vordergrund das Modell vom 1960 abgerissenen Kaufhaus Schocken in Stuttgart. (© smac)

Das vom Architekten Erich Mendelsohn entworfene Chemnitzer Kaufhaus Schocken war Vorbild für weitere Schocken-Warenhäuser, etwa in Nürnberg und Stuttgart. Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac) widmet im Erker des ersten Stocks dem Architekten eine Dauerausstellung – die deutschlandweit einzige museale Würdigung Erich Mendelsohns. Die Kuratorin und Mendelsohn-Expertin Prof. Dr. Regina Stephan (Mainz) zeichnet hierbei für die biographische Darstellung sowie die Aufarbeitung der architektonischen Schaffensgeschichte Erich Mendelsohns verantwortlich. Die Nachbauten wurden unter ihrer Federführung geplant und nachgebaut.

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Wir lassen Sachsen schweben

Sachsenmodell_2

Glücklich und zufrieden nach erfolgreicher Arbeit: Das Team von Tamschick Media+Space sowie Katja Bose, Projektmitarbeiterin des smac (Mitte).

 

Heute haben wir die weltweit erste Kartenskulptur, die sich choreografiert durch den Raum bewegt und gleichzeitig Träger einer audiovisuellen Narration ist, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Fortan wird dieses multimediale Highlight unserer Ausstellung jeweils zur vollen Stunde die Geschichte der Region Sachsen bild- und soundgewaltig erzählen. Wir haben Charlotte Tamschick, Kreativdirektorin von Tamschick Media+Space danach gefragt, was es bedeutet, eine vorerst fixe Idee szenografisch in die Tat umzusetzen.

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